Kreisverband Börde und Jerichower Land

Manfred Behrens: Ich bedauere den Verkauf des Bildungszentrums Schloss Wendgräben

Nach langen Kämpfen steht fest, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung ihren Sitz Schloss Wendgräben zum nächsten Jahr aufgeben muss.

Seit den neunziger Jahren fanden nahezu täglich Ver- anstaltungen statt. Von politischer Aufklärung und Jugend- bildung über Auslandsarbeit und Aufarbeitung historischer Ereignisse zu tagesaktuellen Themen, von zweistündiger Abendveranstaltung zu mehrtägigen Seminaren, für jede Interessen- und Altersgruppe gab es zahlreiche Angebote.

Auch wenn die Arbeit der KAS vor Ort, dann in Magdeburg, mit Sicherheit genauso erfolgreich fortgeführt wird, so wird allen, die schon einmal in den Genuss des Schlosses kamen, dieser besondere und einzigartige Charme fehlen.

Gastfreundliches Sachsen-Anhalt

Seriös, pflichtbewusst und manchmal etwas distanziert – mit diesen Eigenschaften werden Deutsche im Ausland oft beschrieben.

Wir wollen zeigen, dass die BRD & Sachsen-Anhalt auch weltoffen, herzlich und gastfreundlich sind.

Gemeinsam mit der Jugend- austauschorganisation AFS Inter- kulturelle Begegnungen e.V. appelliere ich an die Familien, im September 2012 einen Austauschschüler bei sich aufzunehmen. Mit einem Gastkind aus einem anderen Land machen Familien spannende interkulturelle Erfahrungen im eigenen Zuhause, schließen internationale Freundschaften und tragen entscheidend dazu bei, dass sich der junge Mensch noch lange nach seiner Rückkehr gerne an den Aufenthalt in Deutschland erinnert. Daher unterstütze ich die Idee des Gastfamilienprogramms.

Das Foto zeigt mich mit dem Austauschschüler Andrew Downton aus den USA.

Zu Gast beim Themenstammtisch der Jungen Union Magdeburg

Ich habe mich sehr gefreut am 3. Mai beim Themenstammtisch der JU in Magdeburg dabei zu sein. Zusammen mit der JU in der Börde luden sie Minister Holger Stahlknecht, MdL Brakebusch und mich zu dem Thema der inneren Sicherheit in Sachsen-Anhalt und Deutschland ein.

Besonders interessiert zeigten sich die jungen Menschen als der Minister die Vor- und Nachteile der Kennzeichenpflicht von Polizisten im Einsatz erläuterte. Hohen Klärungsbedarf gab es auch im Umgang mit Straftätern mit extremistischer Motivation.

Landesweit war ein deutlicher Anstieg extremistischer Straftaten im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. So stiegen die linksextremistischen Straften um rund 40 Prozent an, die rechtsextremen Straftaten nahmen um 20 Prozent zu. Auch Magdeburg hat in diesem Bereich kürzlich negative Erfahrungen gesammelt. Ausgerechnet nach der Meile der Demokratie kam es in diesem Jahr zu gewalttätigen Ausschreitungen.

Der Minister referierte über Ausschreitungen, Kennzeichnungspflicht für Polizisten im Einsatz und zu den Gefahren extremistischer Gruppierungen. Breiten Raum nahm die Diskussion um ein mögliches Verbot der rechtsextremen NPD ein. Ein Verbot dieser Partei „würde das Problem nicht lösen, hat aber Symbolcharakter“, führte der Innenminister aus. Insgesamt müsse extremistischen Straftaten noch stärker als bisher entgegengewirkt werden. Höhere Strafen für Verbrechen hält der Minister hingegen für nicht zielführend, vielmehr müsse der bestehende Strafrahmen konsequent angewendet werden.

Im Anschluss führte ich weiter aus inwiefern diese Probleme bundesweit auftreten. Erschreckend für unsere Gesellschaft zeigen sich viele extremistische Straftaten, sei es die Zwickauer Terrorzelle, Hooligans (die nach Fußballspielen Vandalismus betreiben) oder auch das Schottern bei Castor-Transporten. Weder rechts-, noch linksmotivierte Straftaten dürfen Einzug in die deutsche Gesellschaft haben.  Ich kann mich nur dem Motto der Jungen Union anschließen: „Jeder Extremist ist Mist“!

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung zur Erarbeitung eines neuen Grundsatzprogramms

Kürzlich fand im Ramada Hotel in Magdeburg die Auftaktver- anstaltung zur Änderung des Grundsatzprogramms der CDU Sachsen-Anhalts statt.

Als Abgeordneter des Deutschen Bundestages, war auch ich unter den zahlreichen Mitgliedern. Der Landesvorsitzende Thomas Webel sprach zu den Anwesenden über den hohen Stellenwert der Überarbeitung der Satzung. Im Anschluss lauschten wir den Worten unseres Ministerpräsidenten, Dr. Reiner Haseloff zum Kontext „Unsere Identität als demokratische Christen“. Die christlichen Werte werden auch weiterhin das Markenzeichen und Auftreten der CDU sein.

Auch ich werde mich aktiv bei der Erarbeitung der neuen Satzung beteiligen und hoffe wie auch alle anderen Mitglieder unserer Partei auf eine moderne und christlich orientierte neue Landessatzung. Die Erarbeitung des neuen Grundsatzprogramms der CDU Sachsen-Anhalts wird zeigen, dass die CDU mit der Zeit geht und trotzdem dem christlichen Menschenbild treu bleibt.

Was ist Heimat? Ein interessantes Thema beim Hundisburger Schlossgespräch

Eingeladen hatte die Konrad Adenauer Stiftung zu diesem Gespräch. Unter der Moderation von Dagmar Perschke stellte der Schauspieler Hilmar Eichhorn an Hand seiner Lebensgeschichte den Begriff Heimat als Lebensreise dar.

Aufgewachsen in Dresden wirkte er in Magdeburg und Halle, bevor er am 6. Mai 1989 die DDR nach einem Ausreiseantrag verlassen hatte. Nach dem Mauerfall führte ihn sein Weg über Nürnberg wieder zurück zu alten Wirkungsstätten, bis er schließlich wieder in seiner Geburtsstadt Dresden angekommen ist, wo er sich wohl fühlt.

Auch ich habe mich in die Diskussion eingebracht. Für mich war die Ausreise nie eine Alternative. Ich fühlte mich immer an meinen Heimatort und an meine Familie gebunden. Dort fand und finde ich den nötigen Halt und die Lebensperspektive, die mich antreibt.

Nach der Wende konnte ich Politik mit gestalten, erst als Bürgermeister meiner Heimatgemeinde Ebendorf und jetzt im Deutschen Bundestag. Dabei habe ich Ebendorf wachsen sehen. Die Einwohnerzahl ist von 800 Einwohnern 1989, auf über 2000 angestiegen. Besonders freut mich die rege Mitarbeit der Bürger in den vielen Vereinen.